Statement zur Pressemitteilung des AJZ aus Chemnitz

Bestürzt haben wir die Pressemitteilung des AJZ e.V. zur Kenntnis genommen. was kaum möglich schien ist nun doch erstmalig eingetreten. Die Chemnitzer CDU verbündet sich mit den Feinden der liberalen Demokratie und hebelt quasi im Handstreich grundlegende demokratische Prinzipien, oder besser gesagt Grundlagen, aus. In Chemnitz wird nicht mehr die Mehrzahl der Träger der freien Jugendhilfe repräsentiert, sondern die Jugendhilfelandschaft soll bestimmt werden durch Personen die sich auf einen kleinen Interessensbereich konzentrieren. Bemerkenswert ist die Verteilung der Sitze im Jugendhilfeausschuss. Schaffen es gleich Drei kirchliche Vertreter in den JHA, was noch zu tolerieren ist, finden sich dann gleich Zwei Vertreter EINER Organisation dort ebenso wieder. Dieser Vorgang ist nicht nur bemerkenswert sondern weckt ernsthafte Zweifel am demokratischen Gestaltungswillen von Chemnitzer CDU Politikern, denen es leicht fällt sich für ihre Interessen der Stimmen von AFD und Pro Chemnitz zu bedienen. Das sich die FDP da nicht besser verhält lässt tief blicken. Eine breite Vertretung der Chemnitzer Jugendhilfelandschaft wurde dort zu Grabe getragen, möglicherweise im Interesse eigener kleinlicher und peinlicher Vorstellungen von Demokratie. wohin Monokulturen führen kennen wir nicht nur aus der Agrarwirtschaft sondern bereits aus Zeiten der DDR. Hat die Chemnitzer CDU etwa vor die sozialistisch christliche Einheitspartei Deutschlands ins Leben zu rufen? Dann wäre die derzeitige Besetzung des JHA der richtige Schritt in diese Richtung.

Auf uns dürfen das AJZ und die anderen Träger der freien Jugendhilfe zählen, wenn wir gebraucht werden.

Bleibt zu sagen, glücklicherweise leben wir in einem Rechtsstaat, so dass das meiste von dem, was sich AFD und Pro Chemnitz so vorstellen wohl eher nicht eintreten wird, sofern sich die Betroffenen nicht scheuen ihre Rechte auch einzufordern und gegebenenfalls zu klagen.