Multicopter- Ein Baubericht aus dem Jugendzentrum LE- Teil 1

Heute berichte ich Euch über den Bau eines (eigentlich mehrere) Multicopters im Jugendzentrum.

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250ger Frame mit CC3D und receiver 9x8c v2

Am Anfang stand die Idee. Nach etlichen Youtubevideos und unzähligen Stunden auf der Suche nach bezahlbaren Teilen, sind wir fündig geworden und haben kurzerhand bestellt. Gekauft wurden 5 x Turnigy Motoren 2300kv, 5x ESC 20A, ein Rahmen 450ger, ein Flugcontroller AIO (Multiwii), Propeller, Fernsteuerung Turnigy 9x (nicht so einfach zu bedienen), ein Receiver, diverses Kleinmaterial, GPS- Modul, Akkus 2200mAh und Dinge die man sonst noch so gebrauchen könnte. Links setze ich hier keine für Einkäufe, da wir nicht als Werbetreibende tätig sind, lediglich kostenfreie Software wird verlinkt.

Als alles soweit da war ging es an das zusammenbauen und das war auch keine sonderlich große Herausforderung für jemanden der wenigstens einmal im Leben einen Lötkolben und Schraubendreher in der Hand gehalten hat. Die Jungs waren eifrig bei der Sache und bald stand das Gerät in voller Schönheit vor uns. Das war der leichte Teil. dann ging es weiter zum programmieren des Flugcontrollers. Hier sah es schon etwas anders aus.

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In der Arduinosoftware waren eine Menge Dinge einzustellen und es scheiterte zunächst an der Auswahl des passenden Flugcontrollers. Dies lies sich zwar lösen, wiederum nach dem lesen etlicher Seiten, dennoch blieb die Programmierung eine große Herausforderung. Zumal, wenn sich die Englischkenntnisse in Grenzen halten. In deutscher Sprache sind die Informationen manchmal doch etwas spärlich. In der MultiwiiConf (grafische Bedieneroberfläche) ging es dann an den Feinschliff. Zunächst wollte nichts so wie es sollte, nach und nach verbesserten sich die Ergebnisse und die ersten Flugversuche konnten doch noch starten.

Das diese Versuche, mit den bis dahin begrenzten Kenntnissen, oft schief liefen kann man erahnen. Taumeln und Torkeln kennzeichneten den Flug des Quadrocopters. Es bedurfte noch einiges an Einstellungsarbeit um den Copter zu bewegen, ruhig in der Luft zu schweben. In dieser Zeit verloren wir den Copter Zweimal und fanden ihn nach jeweils einer Woche wieder. Natürlich nicht an der Stelle wo wir vermuteten, sondern entschieden weiter weg, die Akkus waren danach nicht mehr zu gebrauchen.

Genervt vom Flugverhalten und den komplizierten Einstellungen schauten wir nach anderen Flugcontrollern und wurden mit dem CC3D fündig. Preiswert und wesentlich komfortabler einzustellen. Die passende Software nennt sich LibrePilot, DRonin oder Taulabs. Es gibt noch OpenPilot, allerdings ist das Projekt gestorben und wir sahen deswegen davon ab. LibrePilot und die anderen sind Fortsetzungen von OpenPilot. Wobei unseres Kenntnisstandes nach DRonin permanent weiterentwickelt wird.

Für den CC3D ist die Software hervorragend geeignet und es lässt sich ein Wizard im Programm starten der einem die meiste Arbeit abnimmt und Grundeinstellungen vornimmt. Diese darf und sollte man nach Bedarf verfeinern.

Nach dem anbringen des Flugcontrollers ging es ans einstellen und wir liesen den Wizard durchlaufen. Wichtig und klug ist es die Rotoren zu demontieren. Tut man dies nicht, könnte es so enden wie auf diesem Bild hier,

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Decke des Büro, dort steckte der Copter fest

dann steckt das Fluggerät schnell mal in der Decke beim ausprobieren von Einstellungen, speziell der ESC Kalibrierung.

Vorteilhaft in Taulabs und DRonin ist die Autotune- Funktion, ist sie eingestellet geht man mit dem Quadrocopter nach draußen und lässt ihn seine einstellungen selbst vornehmen. Vorher Accelerator und Gyros kalibrieren nicht vergessen. Ist das erledigt und er hat seine Einstellungen gefunden nimmt man die Funktion wieder raus (du wirst bei Anschließen des Controllers durchgeführt) und das fliegen kann beginnen. Darüber berichte ich hier nicht weiter, das ist zu peinlich.

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und er fliegt doch

Soweit ein kleiner Überblick über unser Projekt.

Im nächsten Teil erläutere ich, was und wie die Einstellungen vorzunehmen sind.